TAGEBLATT on Tour
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Der alte Bützflether Hafen lag nur 100 Meter vom heutigen Obstmarschenweg entfernt direkt am Ortsrand von Bützfleth. Rechts oben ist auch heute noch die Durchfahrt durch den Deich, von der aus das Foto unten gemacht wurde. |
Vier Kümos hatten
gleichzeitig Platz
BÜTZFLETH.
Nicht nur die Blütezeit
des Bützflether Hafens ist vorbei, auch den Hafen selbst gibt es
schon längst nicht mehr. Wo einst das Hafenbecken war, gibt es
heute nur eine grüne Wiese, die kaum noch erahnen lässt,
dass hier ein Umschlagplatz für begehrte Güter war.
Im
Bützflether Hafen konnten zur gleichen Zeit drei bis vier Kümos
gelöscht und beladen werden. Der Handel mit Obst, Vieh,
Buschwerk und Steinen florierte. Allein in Bützfleth gab es zu
Beginn des 20. Jahrhunderts sechs Ziegeleien. Sie waren von
Landwirten aufgebaut worden. Mit der vorhandenen Erde, dem Lehmboden,
konnten sie sich eine gute Einnahmequelle aufbauen.
Mit Steinen
aus Bützfleth wurden zahlreiche Häuser in Hamburg gebaut.
In den 50 und 60er Jahren flaute das Leben im Hafen ab. Schließlich
wurde der Hafen nicht mehr genutzt, Ziegeleien schlossen der Reihe
nach ihre Öfen.
Ein Wendepunkt für den Ort war die
Ansiedlung der Industrie im Außendeich seit 1968, für die
auch ein neuer Industriehafen errichtet wurde. (ief)
28.01.2011